Navigationshilfe

Hauptnavigation

Seiteninhalt

Banner

Was?

In der Pädiatrischen Radiologie werden folgende Untersuchungen durchgeführt:

1. Konventionelle Röntgendiagnostik

Beispiel: Unsere häufigste Untersuchung ist die Röntgenaufnahme der Hand. Die Röntgenaufnahme der Hand gibt uns Aufschluß über die Entwicklung des Körpers und die zu erwartende Endgröße des Patienten sowie Veränderungen im Knochen-Knorpelhaushalt. Die Patienten erhalten einen Strahlenschutz. Die Hand wird auf eine Kassette mit einer speziellen Film-Folien-Kombination mit einer besonders hohen Empfindlichkeitsklasse gelegt. Nur die ausgebildete MTRA führt die Röntgenaufnahme durch. Hinter der Röntgenröhre ist ein für Kinder speziell angebrachter Filter vorhanden. Der Film wird in der Dunkelkammer aus der Kassette geholt und entwickelt - dieser Vorgang dauert etwa 8 bis 10 Minuten. Die spezielle Durchführung dieser Aufnahme (Übertisch-Aufnahme ohne Raster, Film-Folien-Kombination und Filterung) ermöglicht eine deutliche Reduzierung der Strahlenbelastung.

 

2. Ultraschalluntersuchungen (Sonographie)

Beispiel: Bei der Patientin wird die Schilddrüse am Hals von dem Arzt untersucht, d.h. die Schilddrüse wird von einem Ultraschallkopf abgetastet. Auf dem Monitor bzw. auf dem Ausdruck wird die Struktur des Gewebes selbst und die Umgebung beurteilt, die Größe und das Volumen bestimmt und mit dem Alter korreliert. Die Ultraschalluntersuchung hat keine Nebenwirkungen, insbesondere keine Strahlenbelastung. Bei der Untersuchung des gesamten Bauches muß das Kind nüchtern sein. Werden die Nieren und das kleine Becken untersucht, muß vorher reichlich getrunken werden.

Nierenscreening bei Neugeborenen

Die Häufigkeit von therapiepflichtigen Nierenerkrankungen bei Neugeborenen beträgt ca. 1%. D.h. bei einem von hundert Kindern ist ein Befund an den Nieren zu erwarten, der einer Weiterbehandlung bedarf. Wird dieser Befund übersehen oder zu spät erkannt, kann das unter Umständen z.B. bei der Verengung der Harnröhre beim Jungen, zu einer Zerstörung der Nieren und zur Dialysepflicht bereits im Alter von 4 bis 5 Jahren kommen. Es gibt ca. 45.000 Menschen bundesweit, die nur mit einer Nierenersatztherapie, einer sogenannten Dialyse, ein einigermaßen normales Leben führen können, da leider zu wenig Organspender zur Verfügung stehen.

3. Magnetresonanztomographie (MRT, Kernspintomographie)

Beispiel: Bei dem Patienten erfolgt eine Untersuchung des Bauches. Das Kind wird daher komplett in der Magnetröhre gelagert. Zur Zeit dauert eine solche Untersuchung ohne Lagerung ca. 30 Minuten. Aus diesem Grund ist bei kleinen oder unkooperativen Patienten oft eine Sedierung (selten Narkose) erforderlich. Sobald ein Patient ruhig liegen kann, untersuchen wir ihn im Beisein seiner Eltern. Ein Elterntell darf in der Magnetröhre mit dem Kind liegen oder außerhalb des Gerätes stehen. Die Eltern können das Lieblingstier oder Puppe (diese aber ohne Metallanteile) mitbringen und dem Kind etwas vorlesen oder vorsingen. Die Magnetresonanztomographie hat (fast) keine Nebenwirkungen (Herzschrittmacher gibt es bei einem Kind oder Jugendlichen selten), insbesondere ist es eine Untersuchungsmethode ohne Strahlenbelastung.

4. Computertomographie (CT)

Beispiel: Bei der Patientin wird die Lunge untersucht. Es können, je nach Fragestellung, einzelne Schichten in Atem-Anhalte-Technik (Zeit: 1 Sekunde) oder eine "Spirale" über den gesamten Oberkörper mit oder ohne Atemanhalten durchgeführt werden. Bei den modernsten Geräten kann so eine "Spirale" in 8 Sekunden vollendet werden. Kann der Atem von dem Kind oder Jugendlichen angehalten werden, ist die Genauigkeit der Darstellung sehr viel größer und die daraus folgenden Schlüsse sind exakter. Die CT ist eine strahlenbelastende Methode, mit einer zur Zeit noch höheren Dosis als die konventionelle Röntgendiagnostik. Von daher ist die Untersuchung so zu planen, daß die Dosis auf das Kind (Größe und Gewicht) und auf das zu untersuchende Organ abgestimmt wird. Die diagnostischen Fragestellungen und Anforderungen müssen deshalb sehr genau von dem anforderndem Arzt spezifiziert und eingegrenzt werden.

 

 

Dokument-Datum: 28.08.2005   Autor: unknown

|  Zurück zum Seitenanfang | Zur Navigationshilfe

Seitenabschlussleiste


Druckversion: 23.05.2012 20:12:28
http://radiologie-uni-frankfurt.de/content/e4864/e1406/e167/e535/index_ger.html