Lebermetastasen bei Darmkrebs

Sehr geehrte Leser, liebe Patienten und Patientinnen,

Lebermetastasen- welche Therapien sind heute möglich ?

Kritische Stellungnahme:

Bei einem Viertel aller Patienten mit Darmkrebs liegen zum Zeitpunkt der Diagnose bereits Metastasen in anderen Organen vor. Bei 75 Prozent der Fälle findet man sie am häufigsten in der Leber, 25 Prozent weisen Metastasen in den Lymphknoten oder in der Lunge auf.
Im Rahmen der modernen Onkologie gibt es Möglichkeiten, diese Metastasen in der Leber, Lunge und in den Lymphknoten wirksam zu bekämpfen.
Dabei sind die vorkommenden Verfahren entweder isoliert oder in Kombination einzusetzen.

Es stehen folgende Therapiemöglichkeiten zu Verfügung:

  1. Systemische Chemotherapie ( Ganzkörper Chemotherapie ). Diese wird heute unter Einsatz moderner Substanzen wie 5-Fu, Irinotecan und Oxaliplatin in Kombination durchgeführt.
  2. Operation mit Tumorentfernung: Leberresektion / Lungenresektion ( nur ein geringer Prozentsatz der Patienten kommt in Frage ).
  3. Regionale Chemotherapieverfahren: Chemoembolisation / regionale Chemotherapien mit Perfusion.
  4. Minimal invasive Therapiestrategie
  5. Laserinduzierte Thermotherapie
  6. Radiofrequenztherapie
  7. Kryrotherapie

Kombinationsverfahren:

Chemotherapie mit Laser;
Lokale Chemotherapie mit Laser (LITT)

Welche Therapie?

Für die jeweilige Therapieentscheidung muss ein individuelles Therapiekonzept erstellt werden. Nach Ausmaß des Befalls der Leber und der Lunge werden die einzelnen Erfolgschancen bewertet.

Voraussetzung:

Um eine sinnvolle Therapie von Leber oder Lungenmetastasen zu erzielen, ist die vorherige radikale Operation oder auch RO-Resektion des Darmtumors in der Regel notwendig.
Der Gesundheitszustand des Patienten sollte stabil genug sein, so dass auch diese Verfahren vom ihm gut toleriert werden.

Die Beurteilung der Erfolgschancen werden dadurch optimiert. Damit kann abgewogen werden, ob ein chirurgisches oder ein minimal-invasives Verfahren gewählt werden soll.

Nur folgende Kombinationen sind dabei möglich:

  1. Systemische Chemotherapie: die Zytostatika werden in die Armvene oder in einen Port injiziert. Regionale Chemotherapie: die Zytostatika werden mittels Port über einen Katheter direkt in die Leber appliziert.
  2. Operation plus Chemotherapie gegen Leber und Lungenmetastasen:
  3. Lasertherapie gegen Metastasen (LITT)

Folgende Einschlußkriterien sind dabei möglich:

Pro LITT - Sitzung werden ein bis zwei Metastasen behandelt.
Ein Eingriff dauert in ungefähr eine Stunde und kann ambulant durchgeführt werden.
Bislang wurden weltweit mehr als 5000 Patienten mittels LITT behandelt und in Frankfurt am Main, in der Universitätsklinik, derzeit über 2000.

 

Dokument-Datum: 13.08.2005   Autor: Ahmed Koujan

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