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Knochenmetastasen

Mit dem Auftreten von Knochenmetastasen ist die Tumorerkrankung im Generalisationsstadium. Das Ergebnis jeder Therapie kann somit häufig nur ein palliatives sein. Ziel der perkutanen Osteoplastie ist im Rahmen der palliativen Therapie dabei eine Schmerzreduktion, Funktionswiederherstellung (Stabilisation von Frakturen) bzw. Funktionserhalt (Prävention der Fraktur) sowie Verbesserung der Lebensqualität herbeizuführen. Durch Radiatio kann eine Schmerzreduktion nur verzögert erreicht werden, die gewünschte Knochenkonsolidierung ist nur partiell und erfordert Wochen bis Monate. Die Osteoplastie ermöglicht eine sofortige Konsolidierung und kann in Kombination mit der Strahlentherapie angewendet werden.
Die Entscheidung zur Durchführung einer perkutanen Knochenaugmentation sollte durch ein multidisziplinäres Team aus Radiologen, Chirurgen bzw. Orthopäden, Radiotherapeuten sowie medizinischen Onkologen gefällt werden. In Abhängigkeit von der Grundkrankheit, der lokalen und generellen Ausbreitung der Erkrankung, der Beteiligung angrenzender Strukturen, der neurologische Symptomatik, der Schmerzsymptomatik sowie der Lebenserwartung wird dann das therapeutische Procedere festgelegt. Gegebenenfalls werden verschiedene Therapiemodalitäten kombiniert, da die Osteoplastie nicht die tumorspezifische Therapie ersetzt, sondern nur ergänzt.

 

Dokument-Datum: 08.05.2006   Autor: Ahmed Koujan

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Druckversion: 08.02.2012 12:01:03
http://radiologie-uni-frankfurt.de/content/e4864/e27/e35/e2755/e2762/index_ger.html