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Der Eingriff

Während der Durchführung der TPCE beschränkt man sich pro Therapiesitzung auf die Behandlung eines, maximal aber zweier Lungenlappensegmente. Die Behandlung wird in zwei bis
acht Sitzungen in 4-Wochen-Intervallen durchgeführt.

Nach Lokalanästhesie mit 1% Mepivacin wurde zunächst eine 7-F French-Schleuse in die rechte V. femoralis appliziert. Über diesen wird ein 5-F Headhunter-Katheter (Terumo, Frankfurt/
Main) in die Pulmonalarterie platziert. Danach erfolgten eine angiographische Darstellung des arteriellen Gefäßsystems der zu embolisierenden Lungenhälfte und eine Sondierung der entsprechenden Segmentarterie mittels Headhunter-Katheter. Im Anschluss wird ein Ballonkatheter (Durchmesser 7mm; Länge 110 mm) in der ausgewählten Segmentarterie platziert. Abhängig von der Größe, der Lokalisation und dem Versorgungsgebiet der Arterien wird die Katheterspitze in die subsegmentalen Pulmonalarterien über einen Führungsdraht vorgeschoben. Um möglichst frühzeitig arteriovenöse Shunts auszuschließen, wird nach Blockung des Katheters eine kontrastmittelverstärkte Angiographie durchgeführt. Im Anschluss wird langsam unter Durchleuchtung 5mg/m2 Körperoberfläche (KOF) Mitomycin (Medac, Hamburg) als Chemotherapeutikum und bis zu 10 ml Lipiodol (Guerbert, Sulzbach) sowie 200 bis 450 mg Mikrosphären (Spherex; Pharmacia and Upjohn, Erlangen, Durchmesser: 20–70 µm) injiziert, bis der Blutfluss sistierte. Vor jeder Behandlung wird spezifische Laborparameter wie
Hämoglobin, Bilirubin- und Kreatininspiegel, Leuko- und Thrombozytenzahl, die Werte für die Alanin- und Aspartataminotransferase, der Cholinesterasespiegel sowie Gerinnungswerte
überprüft.

Zehn bis 48 Stunden nach der ersten Behandlung wird sowohl native als auch kontrastmittelverstärkte Computertomographien angefertigt. Diese wird dann im Abstand von einem Monat wiederholt. Nach Abschluss der sequentiellen Therapie folgten Intervallkontrollen im Abstand von 3 Monaten. Die Nachsorge erstreckte sich über einen Zeitraum von
mindestens sechs Monaten bis zu zwei Jahren. Alle Bilder werden im Verlauf mit den vorherigen verglichen, um Größenveränderungen der Tumoren registrieren zu können.

Abb. 1 Ansprechen auf die Therapie mittels TPCE im Falle eines 70-jährigen, männlichen Patienten mit Adenokarzinom der rechten Lunge (T1, N1, M0) nach zweimaliger Behandlung mittels TPCE. Nachweis einer moderaten Lipiodoleinlagerung. a Abschließendes Angiogramm der rechten tumorversorgenden Pulmonalarterie nach der ersten TPCE-Behandlung. Darstellung des Adenokarzinoms (Pfeile). Nachweis von Lipiodol in den Pulmonalgefäßen. b, c Natives CT in axialer Schnittführung, durchgeführt nach der ersten transpulmonalen Chemoembolisation. Nachweis einer moderaten Lipiodoleinlagerung, vor allem in der Tumorperipherie. d, e Follow-up-CT in axialer Schnittführung, einen Monat nach der ersten TPCE-Behandlung. Gut sichtbare Lipiodoleinlagerung in den Tumor (Pfeile). Es konnte eine Reduktion des Tumorvolumens von
1,0 ml auf 0,44 ml beobachtet werden.

 

Dokument-Datum: 14.02.2007   Autor: Ahmed Koujan

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