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Unterschätzte Verbeitung und Folgen von NASH und Virushepatitis-C

Immer häufiger wird die Diagnose von NASH und der chronischen Hepatitis gestellt. Von NASH sind vor allem Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, Adipositas (Übergewicht), mit einem metabolischen Syndrom oder einer Unterempfindlichkeit gegen Insulin betroffen. Nach dem Mikrozensus für das Jahr 2005 sind 49 Prozent der Bevölkerung, also jeder zweite Hesse, übergewichtig. Zu NASH kommt es infolge einer Störung des Gleichgewichts zwischen der Bildung von Neutralfetten durch die Leberzellen und der Abgabe dieser Neutralfette an die Blutbahn. Die Verfettung der Leberzellen führt über komplexe weitere Mechanismen zu einer Entzündung im Lebergewebe. Die Folge ist zunächst das Absterben von Leberzellen infolge der chronischen Entzündung. Langfristig führt diese zur Entstehung von Bindegewebe, woraus sich im fortgeschrittenen Stadium eine Leberzirrhose bilden kann. "Aufgrund einer immer häufiger werdenden Fettleibigkeit und Fehlernährung ist von einer Zunahme von NASH in Deutschland auszugehen; zwischen zwei bis vier Prozent der Bevölkerung dürften bereits an einer NASH leiden", meint Prof. Zeuzem.

Bei der Hepatitis-C-Virusinfektion sind die Symptome wie bei anderen Lebererkrankungen unspezifisch, Die Prognose bei später Erkennung umso schlechter. Eine HCV-Infektion, bei der es zu einer chronischen Entzündung der Leber kommt und das Erbgut der Leberzelle geschädigt wird, zählt zu den Hauptauslösern eines hepatozellulären Karzinoms (HCC), Leberkrebs. Zu den Folgeschäden der Hepatitis C zählt bis zirka 30 Prozent der Patienten, je nach Höhe des Alters, auch die Leberzirrhose. Die Medizinische Hochschule Hannover bezeichnet den Anteil der Hepatitis-Viren als assoziierte Fälle mit HCC "dramatisch ansteigend", so hätten mehr als die Hälfte aller Leberkarzinom-Patienten bereits eine chronische Virushepatitis durchlaufen. Die Früherkennung spielt dabei eine entscheidende Rolle. Leberkarzinome rechtzeitig zu erkennen und wirksam zu behandeln. "Wir bieten ein effizient vernetztes medizinisch- wissenschaftliches Zentrum, das angesichts der Folgeschäden, die von Lebererkrankungen wie NASH, den viralen Hepatitiserkrankungen, den Autoimmun- und den toxisch bedingten Erkrankungen ausgehen können, wichtig ist", erklärt Zeuzem. Dies gilt besonders für die Prävention einer chronischen Entzündung und lebensbedrohlicher Stadien der Erkrankung", so Zeuzem weiter.

 

Dokument-Datum: 14.06.2007   Autor: Ahmed Koujan

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