SeiteninhaltMagnetresonanztomographie des Herzens
Ein Magnetresonanztomograph (MRT) produziert mithilfe von Magnetfeldern und Hochfrequenzradiowellen einen dreidimensionaler Datensatz, der per Computer in Bilder übersetzt werden. In den vergangenen Jahren wurde es durch Weiterentwicklungen an den Tomographen und der Computersysteme möglich, auch bewegte Organe wie das Herz zu untersuchen.
Wann wird ein MRT von Herzen durchgeführt?
Herzinfarkt
Nach einem Herzinfarkt arbeiten Teile des Herzmuskels nicht mehr ausreichend. Mit Hilfe des MRTs kann man unterscheiden, welche Gewebeteile schon abgestorben sind und welche nicht.
Erkrankungen der Herzkranzgefäße
Das MRT eignet sich sehr gut, um Veränderungen jener Herzkranzgefäße aufzudecken, die direkt von der Aorta abzweigen. Ausbuchtungen (Aneurysmen) in der Gefäßwand, Blutgerinnsel sowie Entzündungen lassen sich ebenfalls sehr gut darstellen. Kalkablagerungen sind dagegen nicht sichtbar.
Durchblutung des Herzmuskels
Das MRT ist hier eine Alternative zur Myokardperfusions-Szintigraphie. Der Patient erhält Medikamente, die eine Belastung des Herzens hervorrufen. So ist erkennbar, wie gut der Herzmuskel durchblutet ist und welche Herzbereiche unter Belastung nicht ausreichend versorgt werden (Adenosin-Stress-MRT).
Herzmuskelentzündung
Entzündungen des Herzmuskels (Myokarditis) und der das Herz umgebenden Häute (Perikarditis) sind mittels MRT direkt darstellbar. Die Entzündung ist als verändertes Gewebe sichtbar.
Dokument-Datum: unknown Autor: Ahmed Koujan | Zurück zum Seitenanfang | Zur Navigationshilfe |
Druckversion: 07.02.2012 19:51:16
http://radiologie-uni-frankfurt.de/content/e4864/e27/e6162/e10101/index_ger.html